Prof. Walter Womacka
Das von den Berlinern liebevoll "Bauchbinde" genannte umlaufende Fries am Hochhaus wurde bereits bei den Planungen als "Kunst am Bau" auf ausdrücklichen Wunsch von Henselmann als Pendant zur kühlen Architektur geplant. Die Gestaltung übernahm der Künstler und Maler Walter Womacka .
Seine Ausbildung erfolgte 1940 - 1943 an der Staatsschule für Keramik in Teplitz. Ab 1946 besuchte er die Meisterschule für gestaltendes Handwerk in Braunschweig und anschließend die Kunsthochschulen in Weimar und Dresden. Von 1959 - 1988 war er der Vizepräsident des Verbandes der Bildenden Künstler (VBK) in der DDR. Er wurde 1965 zum Professor und 1968 bis 1988 zum Rektor der Kunsthochschule Berlin-Weißensee gewählt. Ab 1969 war er ordentliches Mitglied der Akademie der Künste der DDR. Neben Willi Sitte, Werner Tübke, Wolfgang Mattheuer und Bernhard Heisig war Womacka der bekannteste Maler der DDR.
Als einer der wichtigsten Vertreter des künstlerisch überzeugenden sozialistischen Realismus entwarf er Tafelbilder, Grafiken und Aquarelle und in den fünfziger Jahren auch Glasfenster zum Beispiel im ehemaligen Gebäude des Staatsrates der DDR. Ab 1968 leitete er die künstlerische Gestaltung der Neubauten am Alexanderplatz. Dort gestaltete er den Fries "Unser Leben" am Haus des Lehrers, den Brunnen der Völkerfreundschaft und ein Metallrelief am Haus des Reisens. An der Innengestaltung des Außenministeriums der DDR, welches 1996 abgerissen wurde, war er ebenfalls beteiligt.


