Lehrervereinshaus — das Vorgängergebäude.

Etwa an der gleichen Stelle wie das Haus des Lehrers stand das sogenannte Lehrervereinshaus. Es wurde im Krieg zerbombt und war eines der ersten Gebäude, das wieder instand gesetzt wurde.

Erbaut wurde das Lehrervereinhaus 1908 als ein aufwendiger Jugendstilbau von Hans Toebelmann und Henry Groß als Kommunikationszentrum für Lehrer. Der damalige Berliner Lehrerverein, welcher zu dieser Zeit auf über 3.000 Mitglieder angewachsen war, beauftragt den Bau. Es umfasste auf einer Fläche von 3.195 m² drei durch Höfe getrennte Gebäude. Im Erdgeschoss gab es Restaurants, ein Café und eine Bäckerei. In der Mitte des Grundstücks befand sich der 1.180 m² große Saalbau. Der größte Saal fasste 1.700, der kleine Festsaal 700 Personen.

1910 nahm das Lehrervereinshaus die Lehrerbibliothek auf und bot ein reformorientiertes pädagogisches Weiterbildungsprogramm an, das auch über die damalige Reichshauptstadt hinaus ausstrahlte. 1933 ging der Berliner Lehrerverein im NS-Lehrerbund auf.

Die Gedenkfeier für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg fand hier im Februar 1919 statt. Das Vereinshaus wurde 1944 bei Bombenangriffen zerstört und später abgetragen. An seiner Stelle entstand 1961 - 1964 das Haus des Lehrers.