Im Jahr 2002 beginnen die Sanierungsarbeiten am Ensemble Haus des Lehrers und bcc. Hierbei galt es, die Ansprüche aus Denkmalschutz und wirtschaftlichen Maßgaben in Einklang zu bringen.

Bei der Sanierung des Haus des Lehrers war es zunächst erforderlich, zwei platzraubende Erschließungskerne zu entfernen, um eine nach heutigen Brandschutzerfordernissen gemäße Nutzung als Bürogebäude zu ermöglichen. So sind heute 70 Prozent der Fläche nutzbar, früher waren es nur 40 Prozent.

Mit Einbau eines zentralen Entschließungskerns mit infrastrukturellen und technischen Funktionen wurde eine komplette Neustrukturierung der einzelnen Geschosse mit einer Nutzfläche von jeweils ca. 560 m² ermöglicht. Sanitäranlagen, welche früher entlang der Südfront platziert waren, befinden sich nun im Verbindungstrakt zwischen den zwei getrennten Mieteinheiten pro Etage. Die Ebenen mit einem Achsmaß von 2,10 Metern und nur zwei tragenden Stützen lassen sich in unterschiedlich große Einheiten aufteilen. Pro Geschoss sind so bis zu 21 Büros möglich. Die beiden fensterlosen Ebenen hinter dem Fries eignen sich nach dem Umbau vor allem für Archiv- und Magazinzwecke.

Die Ausstattung aller Mieteinheiten mit Teppichboden, Teeküche und modernen Technikanschlüssen entspricht den üblichen Standards für Gewerbeimmobilien.

Die Curtain-Wall-Fassade (gläsernde selbsttragende Vorhangfassade) mit den meergrünen Brüstungsfeldern und schmalen Aluminiumprofilen wurde farblich in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Bei der Renovierung richtete sich Architekt Kerk-Oliver Dahm streng nach den Originalplänen von Hermann Henselmann. Sogar die zu DDR-Zeiten eingebauten braun verspiegelten Fensterscheiben, welche das Gebäude seiner silbrigen Anmutung beraubt hatten, wurden wieder durch Klarglas ersetzt.

Der beschädigte Womacka-Fries wurde in einer Quedlinburger Kunstglaserei restauriert. Da die im Haus tätigen Hausmeister über Jahre hinweg herausfallende Mosaiksteine gesammelt und im Keller aufbewahrt hatten, konnte ein Großteil des Frieses aus Originalteilen rekonstruiert werden.

Nach drei Jahren Bauzeit konnte das Haus seine Besucher in vertrautem Outfit begrüßen.